Kleine Scheibchen Leben

Es ist die Zeit der Rückblicke. Alle Welt blickt zurück. Auf ein Jahr. 12 Monate. 365 Tage Leben.
Ein Großteil der Rückblicke ziehen ein ernüchterndes Fazit. Freude macht sich breit, dass es rum ist mit 2014. Gepaart mit der Hoffnung, dass es in 2015 besser, anders und schöner wird.
Kein neues Phänomen. Schon vor 12, 24 und 48 Monaten bot sich das gleiche Bild.
Ich frage mich tatsächlich: was genau soll sich morgen ändern? Und warum ist genau heute ein Tag, an dem Altes abgeschlossen und Neues begonnen werden soll?

Wollen wir unser Leben tatsächlich von einem mathematischen Konstrukt abhängig machen? Einer 8-stelligen Konstruktion mit zwei Punkten dazwischen, deren 8. Stelle für die nächsten 365 kleinen Lebensscheibchen sich nun ändert?
Bilden wir uns tatsächlich ein, dass diese kleine Veränderung eines Gradmessers für unsere Lebenseinheiten auch nur irgendetwas ändert, nur weil wir darauf warten und eine Uhr anstarren?

Es wäre doch viel schöner, wenn wir unser Leben gleich in die Hand nehmen. Immer dann, wenn wir das Gefühl haben, dass etwas nicht passt. Wer oder was zwingt uns, auf die erneute Veränderung der 8. Stelle zu warten?

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