Supermarktdialoge

Supermarktkasse. Eine ältere Dame steht mit ihren potenziellen Gütern auf dem Fließband in der Warteschlange. Vor ihrem Kundentrenner – ein herrliches Wort für diese fiesen, abgegriffenen, Plastikdreiecke, um sein jeweiliges Warenrevier abzuzäunen – eine weitere Anhäufung von Gütern, jedoch ohne ihren zukünftigen Besitzer.

Dieser kommt jedoch schon quer durch den Supermarkt angehechtet, quetscht sich unsanft an der Schlage und der älteren Dame vorbei und wirft mit einer ausladend-liebevollen Bewegung zwei Schoko-Adventskalender auf seinen Güterberg.

Der Kunde ist dunkelhaarig, unrasiert und nicht sonderlich adrett gekleidet. Wahrscheinlich reichte auch die Zeit für eine Dusche heute nicht. Was schon einmal passieren kann, wenn man am 2. Dezember aufwacht und keinen Adventskalender hat.

Das Aussehen des künftigen Adventskalender-Besitzer verleitete die ältere Dame offensichtlich jedoch zu folgendem Statement: „Koa Gick und koa Gack, aber umanand hauen! Ollesamt kehrn’s z’ruck, wo´s herkimma!“ – womit sie wohl ausdrücken wollte, dass es dem Herrn an Höflickeit mangele und er doch bitte in seine Heimat zurückkehren möge. Die Antwort: „I mog ned zruck noch Schwabing… überall san Baustellen!“

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Veröffentlicht in Leben

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