Aus der Zauberkiste des Wahnsinns – oder: E-Mail an mich.

Mein E-Mail-Postfach ist wie eine Zauberkiste des Wahnsinns. Immer wieder finde ich es erheiternd und verblüffend zugleich was dort alles auf mich wartet. Hört bloß niemals auf, mir E-Mails zu schreiben! Ordentlich wie ich bin, werden natürlich alle Anfragen beantwortet. Als besonderen Service und falls da draußen noch weitere Photographen ähnliche Fragen an mich haben, stelle ich die Antwort hier gerne zur Verfügung.

Wie sehr freu ich mich, dass ich diese Einleitung schreiben darf: Heute ein kleiner Beitrag aus der Kategorie „Leser fragen – EvaMarie antwortet“…

Y.X. aus Z. fragt:
„Hallo! Ich habe demnächst ein Shooting geplant, aber ich hab leider keine Visa. Wir wollen das Make-up selber machen. Ich habe Dir ein Bild angehängt wie es aussehen soll.
(Bild: aufwändiges Air-Brush Make-up mit allerhand Klebearbeiten)
Nun meine Frage: Was brauche ich für so ein Make up? Wo bekommen ich die Materialien her? Und gibt es irgendwo Anleitungen zum Download oder auf YouTube? Du hast sicher Tipps für mich. Danke schon mal. Photograph Y (Name von der Redaktion geändert.)“

„Lieber Photograph Y,
besten Dank für Deine Nachricht. Das ist eine – zugegeben – sehr lustige Anfrage. Danke dafür! Lass mich das kurz erklären: Mir kam der Gedanke, dass ich vielleicht nächste Woche photographieren will. Ich bin Visagistin und habe spontan keinen Photographen zur Hand. Daher meine Frage an Dich: Woher bekomme ich eine Kamera und einen Blitzkopf? Kannst Du mir vielleicht sagen, was ich da nehmen soll? Und gibt es irgendwo im Internet die Möglichkeit in ein paar Videos zu lernen wie man die bedient? Oder vielleicht kannst Du mir ja auch ganz kurz schreiben, wie das geht?
Auch mit einer gehörigen Portion Talent wird Dein gewünschtes Make-up im ersten Versuch nur so maximal mittelgut werden. Es sei denn, Deine Shooting-Planung lässt Dir Zeit, bis dahin eine Ausbildung zum Make-up Artist zu machen oder alternativ Autodidakt zu werden. In letzterem Falle schlage ich vor: Bild genau studieren, in den Drogeriemarkt gehen, bei eBay und im Theterbedarf nach den Materialien gucken und versuchen, das ganze zu rekonstruieren.
Wenn was nicht läuft, bei YouTube nach einem passenden Tutoraial suchen.
Falls das alles zu lange dauert gibt es einen Restfunken Hoffnung: Es soll einige wenige Leute geben, die aus dem Nichts eine Leinwand nehmen und im ersten Anlauf einen Dalì replizeren.
Mit herzlichsten Grüßen und gedrückten Daumen, EM.“

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