Die Sache mit dem Wortschatz

Ein Gespräch vom heutigen Tage:
„Sagen Sie, was genau ist der Unterschied zwischen kaufen und erwerben?“ In diesem Falle keiner. „Und warum sagen Sie dann erwerben?“
Meine spontane (natürlich nur innere) Antwort: ja weil mein Wortschatz glücklicherweise mehr als 100 Wörter umfasst. Dennoch gab mir diese Episode zu Denken. Ist Euch auch aufgefallen, dass unsere Sprache mehr und mehr verkümmert? Immer öfter begegne ich Menschen, die ein seltenes Wort verwenden. Wie z.B. „eilen“. Das begeistert mich so sehr, dass ich immer wieder in diese „Oh, was für ein schönes Wort!“-Momente verfalle.
Haben wir Angst, dass sich schöne Wörter abnutzen, wenn wir sie aussprechen? Unsere Sprache ist so facettenreich, feinfühlig und in ganz feinen Nuancen differenziert. Es gibt unzählige Worte, die eine ähnliche Tätigkeit, ein ähnliches Gefühl oder einen ähnlichen Gegenstand beschreiben.

Wir können lachen, jauchzen, schmunzeln, grinsen, lächeln, feixen, johlen, prusten, strahlen, kichern, gackern, frohlocken und noch so einiges mehr. Warum lachen wir dann einfach immer nur?

 

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3 Gedanken zu “Die Sache mit dem Wortschatz

  1. Ich weiß, wovon du sprichst. Momentan erlebe ich es an meinem Azubi, er ist 17 und spricht komplett anders. Er versteht viele Redewendungen nicht, aber auch ganz normale Wörter. Es ist echt merkwürdig, wie sich alles verändert.
    LG, Emma

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