Von Komplimenten.

„Lass Dich mal drücken, Du bist ein toller Mensch.“ sagt eine Freundin zu mir. Ich bin berührt. Von so viel Wärme und Ehrlichkeit und vor allem davon, dass sie in diesem Moment einfach ausspricht was sie denkt. Wahrscheinlich tun wir das alle viel zu selten.
Gleichzeitig wird mir klar: es gibt nicht nur Komplimente. Es gibt unterschiedliche Arten davon. Einfache und wertvolle.
Warum ich das glaube?

Die Riege der Schicke Schuhe – Tolle Haare – Coole Karre sind Komplimente. Ganz einfache. Herkömmliche. Kleine Aufmerksamkeiten, die sich auf Dinge beziehen, die wir mit uns herumschleppen. Mit denen wir uns schmücken. Die wir uns um den Hals hängen, vom Friseur oder in stundenlanger Handarbeit selbst hinföhnen und stecken. Die wir uns ins Gesicht malen. Die wir unter Schmerzen an den Füßen tragen. Die wir in Läden oder auf Flohmärkten jagen. Die wir uns vom Mund absparen.
Nein, ich will sie nicht abwerten. Ihnen nicht weh tun, diese kleinen Highlights des Alltags. Diesen kleinen Aufmerksamkeiten, von denen es zu wenige gibt. Diesen kleinen Achtsamkeiten, die wir uns gegenseitig zuwerfen können, um zu fühlen, dass wir real sind. Mit denen wir uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern und uns für eine paar Augenblicke glücklich machen können.

Daneben gibt es die wertvollen Komplimente. Diejenigen, die hängen bleiben. Die, die uns wachsen lassen. Die ein gutes Gefühl geben mit dem was wir tun und sind. Das sind die „Gut gemacht“ – „ich mag Dein Lachen“ – „Du singst so schön“ – Komplimente. Hier geht es ans Selbst. Ans Uns. Ans ich. Dinge, die wir nicht einfach morgens an- und abends wieder ablegen. Sie sind mehr als eine kleine Aufmerksamkeit. Sie sind eine wunderbare Art auszudrücken, dass wir wahrnehmen und wahrgenommen werden.

Und dann gibt es das ganz besondere Kompliment. Das eine kleine Kerbe ist Herz macht. An das wir uns erinnern.
Ganz egal, ob in Jogginghosen, Abendkleid oder Anzug, ob frisiert oder zerzaust. Ob müde oder wach, ob ungeschminkt, unrasiert oder aufgebrezelt. Lachend oder weinend. Gut gelaunt oder missmutig. Ob Du gewonnen oder verloren hast – „DU bist toll.“

Advertisements

Ich bin ja schließlich Model.

Schon wieder dieses Augenzittern. Zickigkeit. Noch so ein Wort. Kennt Ihr diese Menschen, die einfach grundlos nicht nett sind und dazu  an grandioser Selbstüberschätzung leiden? Ja, genau die. Ich möchte jetzt gar kein Urteil über die wirklichen Kapazitäten des Gehirns fällen – das steht mir nicht zu. Aber der nach außen transportierte Intellekt gleicht einer eher älteren Scheibe Brot. Dieses Gebaren kombiniert mit einem Selbstbewusstsein, das nahezu Angst macht, ergibt eine explosive Mischung. Für mich.

Aber von vorne in der Geschichte. Ich bin für einen Visa Job gebucht. Hobby-Fotograf und Möchtegern-Model treffen sich zum Shooting. Mir soweit gleichgültig. Ich darf meine Klamotten ja anbehalten und muss nur die Pinsel und den Lockenstab schwingen, um die Dame ein wenig fotogener zu gestalten. Soweit, so gut. Pünktlich um 11 steh ich – wie vereinbart – vorm Studio. Keiner da. Warum auch? Diesbezüglich ist meine Erwartungshaltung in den letzten Jahren stark gesunken. ich finde es zwar schade, mit der Zeit anderer so großzügig zu sein, das scheint allerdings Schule zu machen.
Um 11.15 biegt der Fotokünstler um die Ecke und ist: freundlich, höflich, so gar nicht egozentrisch und mit Butterbrezeln bewaffnet. In diesem Falle völlig gegen meine jahrelang trainierte Erwartungshaltung, aber angenehm. Die 15 Minuten sind verziehen.

Dann kommt das Model – eine halbe Stunde später (Erwartungshaltung siehe oben). Model?!?? Strähnige, ungewaschene Haare (welche die Drogerie-Färbeversuchen der letzten 6 Monate spiegeln), todmüde und mit den Spuren der letzten drei Tage im Gesicht. Trash. Leider nicht die gute Form davon.
Ich hätte sie nicht erkannt, aber Toni (Name des Fotografen von der Redaktion geändert) meint freudestrahlend: „hi“. Herzlichen Glückwunsch. Das Model (nennen wir sie Susi) schlurft mit der Dynamik eines nassen Handtuchs ins Studio. Ich – nach wie vor energetisch – hinterher.
Am Schminkplatz angekommen nehm‘ ich ihr den Mantel ab und bitte sie, vorm Spiegel Platz zu nehmen. Sie lässt sich – mit elfengleicher Anmut und Grazie – auf den Stuhl fallen. Ob sie denn besondere Wünsche hätte, frag ich sie. „Nö, Dein Job.“. Okay, dann leg ich einfach mal los. Mit einer gratis Kosmetikbehandlung, denn ohne die ist ein Make up gar nicht möglich. Ich habe noch nicht aufgegeben und frage, woher sie denn gekommen sei und ob mit der Anfahrt alles geklappt hätte. „Geht’s Dich was an?“ bekomm ich serviert. Alles klar. Während ich der Dame (?) Augen und Lippen aufmale kaut sie Kaugummi, kramt in ihrer Tasche und juckt sich mehrfach die Nase.
Von „wichtigen“ B-Klasse-Topmodels ist man so ein Verhalten gewöhnt. Das ist dieses „ich bin jetzt wer oder zumindest glaub ich das“-Verhalten. Die A-Models sitzen ruhig wie eine Statue. Schließlich haben sie einen Job zu tun.

Fast tut es mir ein bisschen Leid, dass ich so ein hübsches Make up gezaubert habe. Aber  Toni freut’s.
Problem 2: die Haare. Waschen? Mit kaltem Wasser? Es juckt mich fast ein wenig in den Fingern. Andererseits bin ich kein Beauty-Salon. Also versuche ich mich mit Trockenshampoo und einer Tonne Haarspray an Wasserwellen, die in diesem Falle die einzig tragbare Lösung sind. Susi meint: „also das geht gar nicht.“ Naja, geht besser als vorher. Was sie sich den vorgestellt hätte, frag ich. „A bisserl locker und viel Volumen.“ Ich schick sie an den Set.
Vollig fasziniert beobachte ich, wie ein Mensch mit so wenig Körperspannung überhaupt stehen kann. Mich müsste man an Angelschnüren aufhängen, damit ich diese Nicht-Haltung hinbekomme ohne umzufallen. Dazu macht die Dame ein Gesicht – naja, eher kein Gesicht – als wäre sie beim Zahnarzt. Toni tut mir immer noch Leid.

Susi kommt zurück – Make up 2 ist dran. Sie meint: „aber jetzt gibst Dir ein bisserl Mühe – sowas bin ich nicht gewohnt.“

Sehtest-Führerschein-Passbild – Teil 2

Ihr erinnert Euch an die Sehtest-Führerschein-Passbild-Episode, bei der ich nach über 3 Stunden unverrichteter Dinge wieder nach Hause ging? Mangels Ausweis und Heli, versteht sich. Sonst hätte ja alles geklappt.

Nun, ich bin wieder hier. Diesmal mit der Kombi oben UND Ausweis. Diesmal gibt es Nummer 486 – nachdem Nette Dame 2 mit nach Sehtest-Führerschein-Passbild gefragt hat.

Gleiches Bild in der Wartezone, gleiche Menschen. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass hier immer die gleichen Wartestatisten gebucht sind, die morgens einfach nur die Klamotten tauschen. Und sich wieder hinsetzen, um ein stimmiges KVR-Warte-Bild zu generieren.
Wie dem auch sei. Es dauert die üblichen 120 Minuten, dann leuchtet meine Nummer auf. Ein Raum auf der linken Seite. Bisher sind ausnahmslos alle Wartenden in Räume auf der rechten Seite des Flurs bestellt worden.

Ich trete ein. Markus (Name von der Redaktion geändert) fragt: „was?“ (immer wieder überwältigt mich diese Flut an Freundlichkeit, Höflichkeit und Herzlichkeit.) Ich setzt gerade zu meinem Anliegen an, dann biegt ein Netter Herr im 70ger-Jahre-Pullunder um die Ecke und meint „Markus, spinnst Du? Du sollst doch keine Menschen aus dem Wartebereich aufrufen!!!“ Markus meint: „aber ich hatte doch nichts zu tun?“ DAS glaub ich sofort. Menschen, die im KVR etwas zu tun haben, erscheinen mir sowieso fehl am Platz. Genauso wie Markus, der einfach Menschen aufruft? Der – wie es sich anfühlt – Vorgesetzte grummelt vor sich hin und verschwindet wieder.
Markus fragt: „alter Führerschein?“ – ja. „Passbild, biometrisch?“ – ja. „Sehtest?“ – ja. Ich zücke meinen Ausweis, der mir ja Tags zuvor die Tour vermasselt hatte, weil nicht dabei. Jetzt holt Markus zum finalen Schlag aus „Ausbildungsvertrag?“ Bitte was?!? Es steht inzwischen 2:0 für das KVR. Denn weder auf der Website noch im Infoblatt noch persönlich bei Netter Dame 3 gestern hat irgendjemand irgendwas von AUSBILDUNGSVERTRAG gesagt.
Diese Menschen schaffen es immer wieder, dass mir einfach der Mund offen stehen bleibt. Aber, ich bin gerüstet. Ich hab tatsächlich den Ausbildungsvertrag dabei, denn ich habe mein halbes Büro in der Tasche. Ich will nicht nochmal 3 Stunden warten. Am Ende werde ich noch als Wartestatist auf 1-Euro-Job-Basis angeheuert.

Dafür sagt Markus: „den Ausweis brauch‘ ich nicht.“
Fortsetzung folgt.

Valentinstag.

Noch so ein Wort, bei dem spontan tausende Dinge aus mir heraus plaudern wollen. Bei dem sich sofort alle Haare aufstellen. Wo mein Puls in die Höhe schnellt und ich – wie mein Kater wenn er sich aufregt – anfange mit den Augen zu zittern. Kennt Ihr diese kleinen Hunde, die eigentlich Ratten mit langen Beinen und Babyköpfen sind? Aber irgendwie doch unglaublich niedlich? Die zittern auch permanent. Und ich glaube, die tun das nicht vor Kälte…. Ob das nun allerdings mit Valentinstag zu tun hat, wäre zu weit hergeholt. Auch wenn eine dieser unabhängigen Studien das sicherlich hinbekäme.
Im Grunde wollte ich nur bildlich beschreiben, wie es mir bisweilen geht, wenn ich bestimmte Wörter höre.

Zurück zum Valentinstag. Übersetzt: Zwang der Werbe-, Blumen- und Schokoladenindustrie, überteuerte Dinge zu kaufen und sich fürchterlich schlecht zu fühlen, wenn wir das nicht tun, weil das Gegenüber – das einer Art Freuzwang unterliegt – von uns eventuell enttäuscht sein könnte, wenn wir nicht mitmachen. Und das Freuzwang-Phänomen ist meist sogar noch angeheizt durch eine Art sozialen Drucks. Weil es irgendwie doof ist, wenn man auf die Frage „und? Was hast Du zum Valentinstag bekommen?“ mit „nichts“ antworten muss. Mir macht sowas Spaß – diese „och, die Arme“-Gesichter auszulösen. Aber viele lassen sich dann doch Zweifel einreden, ob die Beziehung denn die richtige sei, wenn der Liebste „nicht mal zum Valentinstag“ etwas springen lässt.
Wie bitte?

Ich finde das traurig. Denn was ist ein Partner wert, der mir nur dann eine Blume schenkt, wenn er an jeder Straßenecke, auf jedem Plakat und schon Wochen vorher in allen Medien dazu gezwungen wird? Von dem wir uns nur etwas schenken lassen, um vor unseren Freunden nicht „blöd“ dazustehen?
Es ist doch viel wertvoller, wenn der Liebste ein spontanes Gänseblümchen ausrupft. Eine Zwischendurch-Nachricht schreibt oder seine Kaffeetasse abspült. Wenn die Wärmflasche nach einem langen kalten Tag schon im Bett liegt.
Wenn er mir Sternschnuppen zeigt und wissend lächelt, was ich mir gewünscht habe. Wenn er bei einem Spaziergang durch den Wald die Pflanzen- und Tierwelt erklärt. Wenn in vielen kleinen Momenten ein kurzer Blick aus dem Augenwinkel reicht, um gemeinsam in Lachen auszubrechen. Wenn ich an unvermuteten Orten einen Erinnerungsstein finde. Wenn es extra für mich neue Krokodil-Dokus gibt. Und wenn er, sobald ich wieder dieses Augenzittern bekomme, einfach meine Hand drückt und sagt: „raus damit“. Unbezahlbar.
Das sind meine persönlichen Valentinstage. Die es gar nicht verdient haben, so zu heissen, weil sie doch viel tiefgreifender sind. Und die vor allem nichts mit einem Massenphänomen und mit einem bestimmten Datum gemein haben.

Ich brauche keinen Valentinstag. Und eine Beziehung, die einen Valentinstag braucht, ist nichts für mich.

Sehtest-Führerschein-Passbild.

Kennt Ihr noch Asterix? Das Haus das Verrückte macht? Ja?
Dort war ich. Auf der Führerscheinstelle. Ja, ich wollte (nein, musste) nur einen dieser schicken neuen Führerschein-Kärtchen beantragen. Weit gefehlt. Das NUR.

Um kurz nach halb 11 – denn – Nette Dame 1 hatte Tags zuvor gesagt, früher macht wegen des „großen Andrangs“ keinen Sinn – fragt Nette Dame 2 am Schalter: „Sehtest“? – ja. „alter Führerschein?“ – ja. „Passbild, biometrisch?“ – wenn Sie das Bild meinen, auf dem ich aussehe wie ein Bild aus der was-Crack-mit-Leuten-macht-Galerie: ja.
Sie nickt selbstgefällig und gibt mir eine Wartenummer: 461 – 3. Stock.
Also rauf die Treppen.
Oben: alles voll. Mit Menschen mit unglaublich fröhlichen Gesichtern. Husten. Schniefen. Gute Laune. Auf der Tafel: Nummer 223. Super, dann bin ich ja gleich dran. Wenn jeder nur 1 Minute braucht, sind das…. nein, ich rechne es lieber nicht aus.

Gut. Die ersten 90 Minuten schaffen es bis 324. Dann ist es  12 und plötzlich geht gar nichts mehr. Nur dass immer noch mehr Menschen sich im Warte… (nein es ist kein Raum – Zone trifft es gut) ansammeln. Die Lösung des Problems: Mittagspause. Denn ab 1 Uhr geht wieder etwas voran. Die Definition von „vorangehen“ wird auch von Stunde zu Stunde aufgeweicht. Es ist eine Art „KVR-Geschwindigkeit“ in die man automatisch verfällt, wenn man eine Weile die Luft dort atmet.

Um halb drei (!) darf ich auch schon zu Netter Dame 3 eintreten. Diese sagt zu mir: „Ausweis?“ Ich denke: ha, 1:0 für Dich. Denn: Ausweis hab ich nicht dabei. Nur „Sehtest-Führerschein-Passbild“, wie gewünscht.
Nette Dame 3 meint, ich könnte heimgehen und den Ausweis holen und könnte dann mit Nummer 461 direkt nochmal zu ihr vorgelassen werden.
Wie lange sie denn noch da sei, frage ich. „Bis 5.“ Prima – Hoffnung steigt in mir auf und es ist fast wie ein wenig Licht am Ende des Tunnels des Wahnsinns. „Aaaaaber“, fügt Nette Dame 3 ungebremst hinzu „dann ist unten zu, sie müssen bis 3 wieder hier sein.“
Ganz großartig, dann bestelle ich eben mal meinen Heli, dann schaffen wir das in 15 Minuten. Und ich stell mich einfach morgen wieder an. Dann mit einem guten Buch und mit AUSWEIS-Sehtest-Führerschein-Passbild.

Das ist doch keine Sonnenbrille. Im Ernst, Chloé.

Den Modemacher fällt auch nicht mehr wirklich etwas ein. Oder sie hatten einen extrem lustigen Tag und haben gewettet, ob das wohl jemand kauft, wenn sie richtig übertreiben.
Aber: die Damen tragen es. Wenn ein hübsches Label draufgedruckt ist sowieso. Ganz egal wie es aussieht.

Heute morgen bei der Media-Recherche fand ich das:
http://www.stylebook.de/stars/Fotos-des-Tages-117714.html
Julia Stegner und Lou Doillon mit lustigen Brillen von der Klatschmohnwiese. Nein, es ist kein Scherz. Es ist Chloé.
Tatsache. Das Modell heisst „Carlina“ und kostet ein halbes Vermögen:
http://www.chloe.com/#/collections/accessories/small-accessories/eyewear/look-2/en
Macht dafür aber auch nur halb so attraktiv.

Der nächste Zug: flauschig-softe Facebook-Filme

Facebook-Filme - wie war das mit der Sekten-Werbung?

Facebook macht jetzt Filme. Meine ganze Timeline war heute damit geflutet.
Im Grunde werden nur alle Infos, die über die letzten Jahren im Profil angesammelt wurden in eine chronologische Reihenfolge gebracht.

Was aber noch viel schöner ist – die MUSIK. Drei dieser Filme und man fühlt sich flauschig-soft in Regenbogen-Panflöten-Stimmung eingehüllt. Und nein, das ist kein positives Gefühl! Ein bisschen so wie auf Selbstfindungs-Semiaren (die ich selbstverständlich nie besucht habe, sie mir aber so vorstelle).
Das allerschönste: diese persönlich-kuschlige Unterschrift von Mark und dem Facebook-Team. Als würde Mark Zuckerberg auch nur einen dieser Filme anschauen oder überhaupt wissen, dass es sie gibt.

Nun, der nächste Zug. Facebook-Zug. Nach dem Social Beer Game. Und nein, auch der hier darf getrost an mir vorbei fahren (immer noch danke an Boindl Kramer für das Zitat).

Wer aber dennoch einen Film will, weil er sich an sein Leben nicht erinnern kann, der folge diesem Link: https://www.facebook.com/lookback/